Zwischenbilanz – i2010

Mai 13, 2008 at 12:57 pm (Uncategorized) (, , , )

Im Jahr 2007, zwei Jahre nach Beginn der i2010-Initiative, befasste sich das Kommission mit den bereits erzielten Ergebnissen der i2010-Initiative. Die Resultate dieser Zwischenbilanz wurden diesen April der Öffentlichkeit präsentiert. Zudem werden in dieser Zwischenbilanz neue Konzepte für die Jahre 2008-2009 vorgestellt.

Die Bilanz zeigt, dass innerhalb eines Jahres ungefähr 40 Millionen Menschen in der EU neu zu den regelmässigen Internet-Usern gezählt werden können. Damit steigt die Zahl der Internet-Benutzer auf über 50% der gesamten EU-Bevölkerung an.

Breitbandinternetverbindungen wurden in dieser Zeit zur Norm. Im Vergleich zum Jahr 2005 (50% Breitbandverbindungen aller Internetverbindungen) waren es letztes Jahr bereits 80% aller Verbindungen. Zudem lässt sich auch eine Verbesserung der ICT-Kompetenz der EU-Bewohner feststellen. Die Internetkompetenz verbesserte sich innerhalb zweier Jahre auf das Niveau gut bis sehr gut.

Eine Grafik zur Breitbandversorgung der einzelnen EU-Länder findet sich zum Herunterladen unter folgendem Link (Quelle: i2010 mid-term review):

bild_breitbandversorgung

Die Kommission konnte feststellen, dass in allen EU-Ländern schnelle Veränderungen hin zu einer intergrierten Informationsgesellschaft stattfinden und sich somit die Initiative auf einem guten Weg befindet. Einzig die Investitionen im Bereich der ICT sollten im Allgemeinen noch erhöht werden und Unternehmungen benutzen die neuen Technologien noch zu wenig, auch wenn sie im Bereich der eGovernance und eBanking grosse Fortschritte unternommen haben.

Für die Jahre 2008-2009 wurden neue Massnahmen festgelegt (Quelle: i2010 mid-term review):

  • Entwicklung eines Breitbandversorgungsindex und Aufforderung der Mitgliedstaaten, sich nationale Ziele zu setzen, die bis 2010 eine EU-weite Nutzungsquote von 30 % für das Hochgeschwindigkeits-Internet ermöglichen;
  • Mitteilung über die Zukunft der Netze und des Internet zur Vorbereitung der Informationsgesellschaft auf die künftige Internetwirtschaft;
  • Empfehlung über den Zugang zu Netzen der nächsten Generation zur Erleichterung des Übergangs zu neuen Netzen;
  • RFID-Empfehlung mit Schwerpunkt auf Datenschutz- und Sicherheitsfragen zur Förderung des „Internet der Dinge“;
  • Vorschlag für Maßnahmen zur Gewährleistung der Stabilität kritischer Kommunikationsnetze und Informationsinfrastrukturen (z. B. des Internet) und der Kontinuität der Dienste;
  • Vorschlag für Maßnahmen zur Erleichterung des Übergangs zum IPv6.

Nun gilt es diese Massnahmen konkret anzugehen und umzusetzen. Die Zwischenbilanz zeigt, dass sich die EU den Fragen um die Informationsgesellschaft stellt und zudem erkannt hat, wie wichtig eine kontinuiierliche Weiterentwicklung ist.

Abschliessend lässt sich zu „eInclusion“ sagen, dass es ein weit gefächertes und vielschichtiges Thema ist. Es ist nötig eInclusion-Projekte im Zusammenhang mit der Thematik „Informationsgesellschaft für alle“ zu betrachten. Die Wichtigkeit von eInclusion-Projekten steht ausser Frage, da Statistiken und Berichte zeigen, dass die Informationsgesellschaft nicht wegdiskutiert werden kann und viele Menschen von dieser ausgeschlossen sind. Die Relevanz einzelner Projekte und Strategien muss in jedem Fall speziell diskutiert werden, jedoch sind bereits einige zukunftsweisende Beispiele zu erkennen, wie OLPC, Seniorweb, Digital Library oder das Schweizer Online-Portal.

Ich habe versucht in meinem Blog die Strategie der EU hinsichtlich eInclusion ein wenig darzustellen und eInclusion von einem allgemeinen Standpunkt aus gesehen zu betrachten. Auf konkrete Projekte bin ich kaum eingegangen, da einige meiner MitstudentInnen zielgerichtete Massnahmen genauer betrachtet haben.

Dir, liebe Olivia danke ich vielmals für die gute Zusammenarbeit und die vielen anregenden Gedanken. Unsere zwei Themen werfen interessante Aspekte auf die Informationsgesellschaft und ihre Zukunft.

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eInclusion – be part of it!

Mai 7, 2008 at 2:12 pm (Uncategorized) (, )

Die Kampagne der EU für das Jahr 2008 trägt den Namen „eInclusion – be part of it!
Die Ziele dieser Kampagne werden mit folgenden Punkten umrissen:

  • Problembewusstsein schärfen
  • Förderung von Forschungs- und Pilotverfahren
  • auf bereits bestehende Projekte hinweisen und Synergien vermehrt nutzen
  • Übergreifende Rechtsvorschriften aufstellen, um einen barrierefreien Zugang und Chancengleichheit zu gewährleisten und einen effektiven Binnenmarkt sicherzustellen

Eine Jahreskonferenz gegen Ende des Jahres soll Ergebnisse darüber liefern, ob und wie diese Ziele erreicht wurden.

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Strategie der EU

Mai 5, 2008 at 8:27 pm (Uncategorized) (, , )

Die Mitgliedstaaten der EU haben die Relevanz einer gemeinsamen eInclusion-Strategie erkannt und dementsprechend Vorkehrungen getroffen.

Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien erklärt das Engagement der EU betreffend der eInclusion-Thematik mit folgendem Zitat:

„Der Zugang aller Bürger zu Informationen ist in der modernen Gesellschaft gleichermaßen ein Recht wie auch eine Voraussetzung für den Wohlstand. Es ist weder moralisch akzeptabel noch wirtschaftlich tragbar, dass Millionen Menschen nicht in der Lage sind, die Informations- und Kommunikationstechnologien zu ihrem Vorteil zu nutzen, und somit außen vor gelassen werden.“

Die konkrete Initiative der EU trägt den Namen „i2010“ und verweist damit auf die Laufzeit dieser Initiative. i2010 basiert auf einem 3-Säulen-Prinzip, das wie folgt gegliedert ist:

1. Schaffung eines einheitlichen europäischen Informationsraums
2. Steigerung der Investitionen in Innovation und Forschung im IKT-Bereich
3. Förderung von Integration, besseren öffentlichen Diensten und Lebensqualität durch die Verwendung von IKT

Laut einer Zwischenbilanz der EU ist die Initivative im grossen Ganzen auf dem richtigen Weg, jedoch sind stetige Feinabstimmungen und Aktualisierungen nötig.

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Konkrete Projektideen

April 1, 2008 at 2:46 pm (Uncategorized) (, , , , , , )

In meinem Vortrag vor einer Woche bin ich unter anderem auf verschiedene Gründe, die den Zugang zur Informationsgesellschaft erschweren, eingegangen. Dabei habe ich im Rahmen einer Gruppenarbeit von meinen Mitstudierenden konkrete Ideen und Projekte erfahren wollen, die umgesetzt werden oder umgesetzt werden könnten, um die Problematik zu minimieren.

Folgende Gründe können den Zugang zur Informationsgesellschaft erschweren:

  • Hohes Alter – eAgeing
  • Niedrige Bildung – eCompetences
  • Geschlecht, Behinderung – eAccessibility
  • Soziale Schicht, Kultur – sozio-kulturelle eInclusion
  • geographische Lage – geographische eInclusion

Projekte der eInclusion gehen also auf unterschiedliche Voraussetzungen der Zielpersonen ein. Meine Mitstudenten haben in Gruppen zu jeder Unterkategorie eInclusion-Projekte zusammen getragen.

Ageing:

  • Computerkurse der Pro Senectute
  • Schulklassen geben individuellen Unterricht den Personen in einem Altersheim – bspw. erklären die Bedienung eines Handys oder eines Laptops etc.
  • Persönlicher Support: eine Fachperson, die das Computer-, Internetproblem etc. bei einem Hausbesuch in Augenschein nimmt.
  • spezielle Laptops für alte Leute – ähnliches Prinzip wie die 100-Dollar-PCs für Kinder.
  • altersspezifische Informationsangebote z.B. Homepages

eCompetences:

  • In allen Schulzimmer sollen PCs vorhanden sein und in den Unterricht integriert werden.
  • bildungsschwache Bevölkerungsschichten sollen auf das Angebot des freien Internetzugangs in Bibliotheken hingewiesen werden.

eAccessibility:

  • Erfindung spezieller Software für sehbehinderte Personen
  • Steuerung eines PCs über Gedanken – Zukunftsmusik

Sozio-kulturelle eInclusion:

  • Freier Internetzugang gewährleisten – dies als Grundrecht festlegen
  • Kurse für Ausländer anbieten

Geographische eInclusion:

  • OLPC
  • Schul- und Ausbildungsprojekte in Informationskompetenz
  • Breitbandverbindungen in abgelegene Regionen

Diese Vorschläge lassen den Schluss zu, dass meine Mitstudierenden eInclusion-Projekte und Strategien durchaus wahrnehmen – aus der Zeitung, anderen Vorträgen etc. – diese jedoch nicht mit dem Begriff eInclusion in Verbindung gebracht haben. Ich wage zu behaupten, dass die Sensibilität für eInclusion-Projekte in unserer Bevölkerung – auch wenn meine Klasse als Informationswissenschaft-Studierende nicht als repräsentativ für die gesamte Bevölkerung gelten kann – vorhanden ist.

Ein kurzer Nachtrag zu meinem letzten Blogeintrag zum Thema der Kondratieffzyklen:

Jedem Kondratieffzyklus liegt eine Basisinnovation zugrunde, die sich in verschiedenen Anwendungsfeldern niederschlägt. Beispielsweise zeigt sich die Basisinnovation „Informationstechnik“ in den Anwendungsfeldern „Globalisierung“ und „Kommunikation“. Alle 30-50 Jahre kommt es zu einer neuen Basisinnovation. Diese Entwicklungen verändern eine Gesellschaft nachhaltig, das heisst bereits vorhandene, bislang ungenutzte Ressourcen treten ins allgemeine Bewusstsein und erlangen breite Bedeutung. (Herget, Skript, 2006)

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Tandem-Partnerin

März 13, 2008 at 10:00 am (Uncategorized)

Hiermit verweise ich auf meine Tandem-Partnerin Olivia Hauser, die sich mit dem Thema „OLPC“ auseinander setzt. Ihr Blog findet sich unter Olivia’s Weblog.

Die OLPC-Initiative ist ein Projekt im Rahmen der eInclusion. Aufgrund dieser Themenverwandtschaft haben wir zwei uns zu Tandem-Partnerinnen zusammen geschlossen.

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Informationsgesellschaft – eine Utopie?

März 12, 2008 at 5:17 pm (Uncategorized) (, )

Bei der Recherche in der orangen Bibel (Rainer Kuhlen et al.: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation, 2004) bin ich auf einen neuen Aspekt meines Themas gestossen. Auf Seite 116 befasst sich der Autor Wolfgang Ratzek mit dem Thema der Utopie einer Informationsgesellschaft. Er stellt in seinem Beitrag fest, dass der Erkenntnisgegenstand, also die Informationsgesellschaft selbst eine Utopie und nur als Plan vorhanden sei. Er erklärt seinen These damit, dass sich die Entwicklung der Informationsgesellschaft global betrachtet je nach Land oder Region sehr unterschiedlich darstellt. Betrachtet man dieses Argument im Hinblick auf die USA oder andere Länder der westlichen Welt im Vergleich zu afrikanischen oder einigen asiatischen Staaten, so kann man diese These kaum widerlegen. Ratzek fügt an, dass auch innerhalb einer Nation solch unterschiedliche Bildungsniveaus bezüglich des Umgangs mit Information bestehen, dass man nicht von einer Informationsgesellschaft sprechen kann. Die These von Ratzek erscheint mir plausibel und nachvollziehbar. Es stellt sich zudem die Frage, ob einige Nationen oder Teile einer Bevölkerung bereits in einer Informationsgesellschaft leben oder ob sich die ganze Welt auf einer Vorstufe dazu befindet? Laut dem Wirtschaftstheoretiker Leo Nefiodow ist bereits der 6. Kondratieff (psychosoziale Gesundheit), der die Informationsgesellschaft (5. Kondratieff) ablöst, auszumachen. Was nach der Informationsgesellschaft kommen könnte, damit befasst sich der Blog von Corina.

Der Link zur eInclusion ist an oben stehender These anzusetzen. Wenn sich die eInclusion mit der Entwicklung und Verbreitung der Informationsgesellschaft befasst – und das tut sie – dann lässt sich aus Ratzek’s Begründung ableiten, dass die Prioritäten für die Entwicklung einer Informationsgesellschaft in jedem Land anders angesetzt werden müssen. Beispielsweise liegt in einigen Länder die Priorität bei der Bereitstellung eines Breitbandinternetzugangs, in anderen Nationen hingegen muss die Informationskompetenz der Leute geschult werden. Projekte, die die Entwicklung einer Informationsgesellschaft vorantreiben oder überhaupt erst möglich machen sollen, sind Gegenstand der eInclusion.

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Definition eInclusion

März 6, 2008 at 8:54 pm (Uncategorized) (, , , , )

Der Begriff eInclusion setzt sich zusammen aus dem Wort Inclusion, zu deutsch „Einbeziehung“ und dem Prefix „e“, das für „electronic“ steht. Das Ziel der eInclusion ist sicher zu stellen, dass Menschen nicht aufgrund ihrer mangelnden Computerkenntnisse oder fehlendem Internetzugang von der Informationsgesellschaft ausgeschlossen werden. Die Mitglieder der Informationsgesellschaft haben den Vorteil, Wissen miteinander teilen zu können und neue Jobmöglichkeiten zu erhalten aufgrund der verschwundenen Mobilitätsbarrieren und geografischen Distanzen.

eInclusion befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Informationsgesellschaft. Dazu gehören:

  • eAccessibility
  • eAgeing
  • eCompetences
  • sozio-kulturelle eInclusion
  • geographische eInclusion

(Quelle: Europe’s Information Society)

In meiner weiteren Recherche werde ich mich auf die einzelnen Teilaspekte innerhalb der eInclusion fokussieren.

Zudem werde ich die Strategie und Tätigkeiten der EU bezüglich eInclusion näher betrachten.

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Video i2010

März 5, 2008 at 10:09 am (Uncategorized) (, )

Das Kurzvideo „Digital revolution“ bietet einen Einblick in die i2010-Strategie der EU.

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Was versteht man unter eInclusion?

Februar 22, 2008 at 7:05 pm (Uncategorized)

Was muss man sich unter dem Begriff eInclusion vorstellen? Ist die Vision „Informationsgesellschaft für alle“ eine Utopie oder besteht eine reelle Chance, diese in Zukunft zu verwirklichen? Gibt es bereits Projekte, die allen Menschen auf dieser Welt ermöglichen, dass sie Teil der Informationsgesellschaft werden?

Dies sind die Fragen, die ich mir als Erstes stellte, als ich das Thema „eInclusion – Informationsgesellschaft für alle“ betrachtete. Dieses Thema scheint mir sehr zentral für die heutige, als auch die zukünftige Welt zu sein. Soweit ich anhand meiner bereits erfolgten Recherche erkennen kann, ist eInclusion ein komplexes und differenziertes Thema. Ich denke deshalb, dass es für mich wichtig ist, mich auf bestimmte Aspekte zu fokussieren.

Mein erster Einstieg in das Thema erfolgte via den englischen Wikipedia-Artikel. Der Artikel gibt einen kurzen Abriss über die Vielfältigkeit dieses Themas. Zudem bietet er einige wertvolle weiterführende Links zu dem Thema.

Diese Woche werde ich mich mehrheitlich auf die Recherche konzentrieren. Zudem will ich mir ein erstes Konzept für die Unterrichtsstunde zurecht legen.

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